Nach einer Fahrt im Liegewagen der DB nach München und dem Interregio nach kamen wir gegen Mittag dort an. Wir ließen uns mit dem Taxi bis nach Klaffenbach bringen und begannen dort unseren Aufstieg. Der Weg führte zunächst sanft, später steiler über Pfade bergan. Nach einiger Zeit erreichten wir den von Fleck kommenden Fahrweg, auf dem wir dann schließlich aus dem Wald heraustretend zur Röhrlmoos-Alm kamen. Von hier aus hat man schon einen schönen Blick geradeaus auf den Roßstein (1.698 m) und links auf die Hochplatte, weshalb wir hier auch erst mal Brotzeit machten.
Von der Alm aus ging es weiter auf dem langweiligen Fahrweg, recht ungeschützt gegen die brennende Nachmittagssonne, aufwärts zur Roßstein-Alm. Von dort aus entschädigte uns jedoch der schöne Rundblick zurück nach Westen ins Tal der Isar, nach Osten hinüber zum Risserkogel und vielen anderen Bergen des Mangfall-Gebirges und natürlich hinauf zur Tegernseer-Hütte, die genau auf den Grad zwischen Roß- und Buchstein "geklebt" wurde. Nach kurzer Rast machten wir uns auf den restlichen Weg des Tages zur .
Vor dem Abstieg am Morgen besuchten wir kurz ohne Rucksäcke den Buchstein. Beim Auf und Abstieg hatten wir einen schönen Blick hinunter zur Hütte und zum direkten, südseitigen Abstieg zur Sonnenberg-Alm. Wir wählten wegen der schweren Rucksäcke daher nicht den direkten Abstieg, sondern stiegen einen Teil der Hinweges von Vortag, bis etwa zur Roßstein-Alm wieder ab, umrundeten den Roßstein westlich und folgten dann dem zunächst gemächlich abfallendem Weg über die Sonnenberg-Alm, von der wir noch einmal einen schönen Blick zurück auf Roß- und Buchstein hatten.
Der Weg tauchte schnell in den Wald ein und es ging über einen schönen Pfad gemächlich abwärts. Später wurde der Weg sehr steil, bis er schließlich die Bundesstraße 307 erreichte. Sie verbindet den Sylvenstein-Stausee über den Achenpaß mit dem Tegernsee. Wir gingen weiter bis Bayerwald, wo wir ein zünftiges Mittagessen einnahmen. Anschließend bestiegen wir (ganz unbergwanderisch) den Bus uns ließen uns bis Wildbad-Kreuth fahren.
Dort folgten wir dem landschaftlich eindrucksvollen und nur ganz gemächlich ansteigenden Fahrweg in Richtung der. Wunderschön war der Ausblick auf die umgebenden Berge wie Risserkogel, Haslerspitz und österreichischer und bayrischer Schinder. Nach einiger Zeit kamen wir zum "Steinernen Kreuz", an dem der Weg zur verfallenen Bayerbach-Alm bzw. zur Ludwig-Aschenbrenner-Hütte abzweigt. Wir beschlossen aber für unsere Brotzeit einen kleinen Umweg über die Bayr-Alm zu machen. Dort ließen uns Zeit für ein Bier und eine kleine Brotzeit und strebten dann weiter unserem Tagesziel, der Ludwig-Aschenbrenner-Hütte zu. Der Weg führte uns leicht ansteigend zunächst nach Westen, um die Südseite des Langeckberges herum, bis zur verfallenen Bayerbach-Alm. Dort trafen wir auf den vom Steinernen Kreuz heraufkommenden Weg. Nun ging es steiler bis zum Paß und schließlich über die Bayerische Wildalm zur .
Dieser Tag begann mit einem langweiligem Hatscher über eine breite Forststraße nach Osten hinab ins Tal der Brandenberger Ache. Der Ausblick auf die beiden Schinder, zur Südseite des Hinteren Sonnwendjochs und hinüber zur Bayr-Alm entschädigten uns jedoch etwas. Von der Brandenberger Ache aus führt der Weg fast eben zur Erzherzog-Johann-Klause. Dort machten wir Brotzeit und genossen unser Radler. Unser Weg führte uns nach Norden zunächst etwas oberhalb der Ache auf schmalen Pfaden durch den Wald, um schließlich zum Wasser hinabzuführen.
Nachdem wir die Ache über eine Brücke aus zwei dicken Baumstämmen gequert hatten begann ein wunderschönes Stück Weg durch einen klammartigen Teil. An Ende steig der Pfad steil an und führte auf schmalem Pfad hoch über dem Wasser mit einigen Seilsicherungen durch den Wald hinauf zur Landstraße. Auf Ihr ging es vorbei am Gasthof Valepp in einem langen Hatscher zum Blecksteinhaus. Leider war man dort dabei die Hütte zu schließen, da am folgenden Tag Ruhetag war. Wir mußten also noch etwas weiter gehen, bis wir an der waren. Sie liegt inmitten der Valepp-Alm (links, leicht verdeckt durch die Tannen) und kann es weder an personellem, noch an räumlichen Ambiente mit dem Blecksteinhaus aufnehmen.
Beinahe unmittelbar gegenüber der Albert-Link-Hütte, kurz vor dem südlichen Ende des Spitzingsees beginnt der Weg hinauf zum Rotwandhaus. Er führt nach Osten im Bogen um die Südseite des Schwarzenkopfes herum und gelangt zu einer Weggabelung. Wir folgten dem zunächst nach Süden, später nach Osten ansteigenden Weg. Hier bietet sich immer wieder ein schöner Blick hinunter zur Valepp-Alm und hinüber zu den beiden Schindern. Kurz vor der Wildfeld-Alm blieb der Wald zurück und wir hatten bald schon einen Blick hinauf zum , das wir bald auf leichten Wegen erreichten.
Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf das im Süden liegende Hintere Sonnwendjoch. Im Südwesten erkennt man die beiden Schinder und die Blauberge mit dem Haslerspitz und etwas weiter den Guffert. Im Westen schließlich kann man die Berge des Mangfall-Gebirges wie Risserkogel, Wallberg, und den bizarr geformten Blankenstein sehen. Nach einer kurzen Brotzeit im Rotwandhaus bestiegen wir (ohne Rucksäcke) den Gipfel der Rotwand. Beim Aufstieg sahen wir immer wieder hinab zum Rotwandhaus. Mit ihren 1.884 m ist die Rotwand 46 m höher als der nordwestlich gelegene, viel bekannter und leider durch zwei Bergbahnen auch stärker besuchtere Wendelstein.
Der Rotwandgipfel ist ein erstklassiger Aussichtsberg und erlaubt einen einmaligen Rundblick. Je nach Wetter reicht der Blick bis hinüber zum Watzmann und den Loferer Steinbergen im Osten, zum Kaisergebirge, und den Zentralalpen mit Großglockner im Südosten, den Kitzbüheler Alpen (wir konnten den Großen Rettenstein ausgezeichnet sehen) im Südosten, dem im Süden liegende Hinteren Sonnwendjoch. Im Südwesten sieht man das Rofan, die Karwendel- und Wetterstein-Gruppe. Nachdem wir uns endlich satt gesehen hatten wanderten wir noch nach Nordwesten hinab zur Bergstation der Taubenstein-Bahn und schließlich wieder zurück.
Der Tag begann mit einem Abstieg nach Süden zur Kümpflscharte. Dort warfen wir einen letzten Blick hinauf zum Rotwandhaus und stiegen dann über Almwiesen hinab zur Großtiefenthal-Alm ab, von der man dir schroffe Nordseite der Rotwand sehen kann. Wir umrundeten die Ruchenköpfe im Norden und gelangten zum malerischen zwischen Maroldscheid im Süden und Dürrmiesing im Norden gelegenen Soin-See. Nach einer kurzen Rast, die wir zum schauen nutzten, wanderten wir zunächst steil, später weniger steil hinab zur Untersteilen-Alm. Hier wurde der Weg etwas flacher und führte uns schließlich nach Osterhofen nahe Bayrisch Zell.
Da das Wetter schlechter wurde entschlossen wir uns zum Wendelstein hinauf die Seilbahn als Aufstiegshilfe zu benutzen. Der Wendelstein, der sonst eine ebenso schöne Aussicht bietet wie die Rotwand, hüllte sich jedoch in Wolken, weshalb wir uns ohne nennenswerte Rast auf den Weiterweg zur Mitteralm machten. Der Weg führt nach Osten hinab in einen Kessel, den man nach Nordosten, die Zahnradbahn unterquerend verläßt. Hier stiegen wir zunächst nach Nordosten, später nach Nordwesten ab und trafen bei den Reindler-Alm auf den von Brannenburg kommenden Weitwanderweg E4 (Fahrweg bis zur Reindler-Alm). Auf diesem gingen wir nun gemütlich hinab zur Mitteralm (1.200 m). Die Wirtsleute waren sehr nett und besonders beeindruckt hat uns hier der Salatteller; wirklich erstklassig!
Zum Abstieg nach Brannenburg bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Die, die sich den langen Weg nach Brannenburg sparen möchten können mit der Bergbahn hinabfahren. Wer nicht auf dem Schotterweg E4 weitergehen möchte kann wenigstens ein Stückchen über einen schönen Bergpfad hinabsteigen.
Unmittelbar an der Hütte führt dieser schmale Steig durch den Wald hinab und trifft am Haltepunkt Aipl auf den Fahrweg. Da uns dieser zu langweilig war querten wir dort die Geleise und folgten dem Pfad, der leicht ansteigend den Fuß der Hochsalwand und den Zugberg umrundet. Wir erreichten den Breitenberg und folgten dem Forstweg hinab nach Brannenburg. Auf diesem Weg hat man immer wieder einen schönen Ausblick auf jenseits des Inns gelegenen Berge der Chiemgauer Alpen: Heuberg, Kranzhorn und Hochries, aber auch auf den unmittelbar bei Brannenburg gelegenen Großen Riesenkopf. Wir erreichten schließlich Brannenburg und nahmen in der Bahn nach Rosenheim Abschied vom Mangfall-Gebirge.